Haftpflicht, eine sinnvolle Versicherung stellt sich vor
Von einer Haftpflicht haben wohl schon alle gehört und auch wie wichtig so eine Versicherung ist, doch noch immer haben 1/3 aller Deutschen keine Haftpflicht Versicherung. Wahrscheinlich wissen diese Personen selber nicht, mit was für einem Risiko sie jeden Tag leben. Viele verlassen sich darauf, dass sie aufpassen, dass sie nichts umwerfen oder niemandem einen Schaden zufügen. Wenn es aber so einfach wäre, dann würden Experten nicht immer wieder betonen wie wichtig eine Haftpflicht Versicherung ist. Wenn man eine freiwillige Versicherung abschließt, dann zuerst eine Haftpflicht, denn die kann einen im schlimmsten Fall vor dem finanziellen Ruin bewahren. Oft wird angeführt, dass man keine Versicherung abschließt, da sie alle so teuer sind, das gilt jedoch nicht für die Haftpflicht, denn sie gehört mit zu den günstigsten Versicherungen überhaupt. Man kann sich schon für ein paar Euro im Monat versichern.
Die private Haftpflicht
Den Spruch „wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“ trifft auch in Bezug auf die Haftpflicht zu, denn die private Haftpflicht Versicherung ist ein Muss für jeden. Da sie nicht nur wichtig, sondern auch kostengünstig ist, kann sich eine Haftpflicht Versicherung jeder leisten, sogar Menschen, die Sozialleistungen empfangen. Diese Personen bekommen nämlich noch einen Teil der monatlichen Kosten für eine Haftpflicht Versicherung gezahlt, so dass nur noch ein geringer Betrag übrig bleibt.
Das Risiko, Schadensersatz zu leisten, ist jeden Tag groß, egal bei wem und egal wo. Jeder hat wohl schon einmal eine Schlagzeile wie diese gelesen: „Großbrand, ausgelöst durch eine brennende Zigarette!“ oder „Nach Hundebiss kam der Tod!“ oder „Anwohner hat nicht gestreut, Fußgänger brach sich sein Bein!“. Diese Schlagzeilen sind keine Seltenheit und können sich auf jeden von uns beziehen und das nicht nur als Opfer, sondern auch als Verursacher. Man kann sich vorstellen, dass so ein Brand großen Schaden anrichten kann, für den jemand aufkommen muss. Denn oft genügt es nur einen Moment unachtsam zu sein und schon ist es passiert, man hat einen Schaden verursacht. Egal ob der Schaden klein oder groß ist, man muss für ihn haften und das in unbegrenzter Höhe - das kann ganz schön teuer werden. Damit man nicht selber für den Schaden aufkommen muss, sollte man eine Haftpflicht Versicherung abschließen, die den finanziellen Schaden regelt. Ohne Haftpflicht Versicherung muss man mit seinem gesamten Privatvermögen haften und das ein Leben lang.
Haftpflicht: wofür haftet man?
Wofür man haftet hat der Gesetzgeber im Bürgerlichen Gesetzbuch unter dem Paragraphen 823 festgelegt. Dieser besagt, dass wer fahrlässig oder vorsätzlich den Körper, die Freiheit, das Leben, die Gesundheit oder ein anderes Recht von Dritten widerrechtlich verletzt, ist dazu verpflichtet diesen Schaden zu ersetzen.
Die Aufgabe der Haftpflicht Versicherung ist es, den Versicherungsnehmer vor finanziellen Folgen zu schützen, wenn er Schadensersatz leisten muss. Muss man nur für die Reparatur einer kaputten Scheibe aufkommen, stellt das für die meisten kein finanzielles Problem dar, in so einem Fall braucht man nicht unbedingt eine Haftpflicht Versicherung. Anders sieht es aus, wenn man einen Unfall verursacht, der die Invalidität des Opfers zur Folge hat. Ernst wird es auch, wenn man den Brand eines Hauses verschuldet. Solche Kosten können wohl nur die wenigsten Menschen tragen, jedenfalls nicht ohne Haftpflicht Versicherung. Da Schadensersatzansprüche in unbegrenzter Höhe erhoben werden können, muss der Verursacher mit seinem gesamten Vermögen haften und das so lange bis der Schaden komplett bezahlt ist, das kann unter Umständen das ganze Leben dauern. Man verschuldet sich demnach für sein restliches Leben, nur weil man keine Haftpflicht Versicherung abgeschlossen hat. Diese Tatsachen sollte man sich und allen anderen vor Augen halten, die nicht bereit sind eine Haftpflicht Versicherung abzuschließen. Wer bei der Haftpflicht spart, der spart sicherlich am falschen Ende.
Eine Besonderheit bei der Haftpflicht stellen Gefälligkeiten dar. Hilft man beispielsweise seinem Nachbarn beim Umzug und lässt dabei den Fernseher fallen, ist man dafür natürlich verantwortlich. Doch hier ist Vorsicht geboten, denn nicht jede Haftpflicht Versicherung kommt für so einen Schaden auf. Bevor man seinem Nachbarn behilflich ist, sollte man in seinem Versicherungsvertrag prüfen, ob diese Gefälligkeiten mitversichert sind.
Haftpflicht: wer haftet?
Alle geistig und körperlich gesunden Menschen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben sind für ihre Taten voll verantwortlich und haften im Schuldfall (fahrlässig oder vorsätzlich) zu 100% und unbegrenzt. Kinder, die das siebte Lebensjahr noch nicht vollendet haben sind nicht schuldfähig, sie können für ihre Handlungen nicht haftbar gemacht werden. Kommt es jedoch zu einem Schaden, der von einem Kind diesen Alters verursacht wurde, kann unter Umständen die Aufsichtsperson haftbar gemacht werden, in der Regel sind das die Eltern. Meist geschieht dies aber nur, wenn es sich nachweisen lässt, dass die Aufsichtspflicht verletzt wurde. Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 18 Jahren sowie Taubstumme sind nur dann zu Schadensersatz verpflichtet, wenn sie geistig gesund sind, wissen was sie getan haben und die Folgen absehen konnten bzw. sich des Schadens der Handlung bewusst waren.
Haftpflicht: wer ist versichert?
Wer eine Haftpflicht Versicherung abschließt, ist natürlich als Versicherungsnehmer versichert. Bei der Haftpflicht mitversichert ist der Ehepartner wie auch minderjährige Kinder, die nicht verheiratet sind und sich noch in der Schul- oder Berufsausbildung befinden. Sollte man mit seinem Partner nicht verheiratet sein, aber in einem Haushalt leben, ist auch er bei der Haftpflicht Versicherung beitragsfrei mitversichert. Im Vertrag der Haftpflicht muss der Partner allerdings namentlich aufgeführt sein. Ebenfalls durch den Haftpflicht Vertrag abgesichert sind Personen, die im Haushalt beschäftigt sind, wie eine Putzhilfe. Nicht durch die Haftpflicht Versicherung abgedeckt sind Schäden, die man selber erleidet oder die vorsätzlich herbeigeführt wurden. Auch wenn man eine Haftpflicht Versicherung abgeschlossen hat, wird jeder Schadensfall genau geprüft, es muss bewiesen sein, dass ein Schadensersatzanspruch besteht. Besteht keiner, werden die Ansprüche abgewehrt.
Haftpflicht: Versicherungssummen
Die Haftpflicht ist quasi für alles zuständig, was im alltäglichen Leben passieren kann. Die Haftpflicht Versicherung deckt Schäden im Bereich Sach- Personen- und Vermögensschäden ab, für die der Versicherungsnehmer verantwortlich bzw. haftbar gemacht wird. Unter Personenschäden versteht man Schäden, die durch die Schädigung der Gesundheit, durch Verletzung oder Tod von Menschen entstehen. Vermögensschäden sind beispielsweise Ersatzansprüche wegen entgangener Gewinne. Sachschäden sind Schäden, die durch Zerstörung oder Beschädigung von Eigentum verursacht werden.
Wie bei vielen anderen Versicherungen auch, gibt es bei der Haftpflicht nicht nur einen Tarif. Viele Versicherungen bieten einen Basis-, Standard- und Toptarif an. Diese Versicherungstarife unterscheiden sich vor allem in der Deckungssumme voneinander.
Beispiel für drei mögliche Tarife einer Haftpflicht Versicherung:
Basis |
Standard |
Top |
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Unter Deckungserweiterungen bei der Haftpflicht versteht man beispielsweise, dass Mietschäden in Hotels oder Ferienwohnungen auch abgedeckt sind oder das Abhandenkommen von fremden Schlüsseln, die privat genutzt werden, auch versichert ist. Die Deckungserweiterungen können von Versicherer zu Versicherer natürlich variieren.
Die Versicherungstarife unterscheiden sich nicht viel im Preis, daher sollte man, besonders wenn man eine Familie hat, immer die höchste Deckungssumme wählen.